12.05.2022

ABGESAGT: Bereichsweinfest Kaiserstuhl und Tuniberg

Pressemitteilung 12.05.2022

Traum vom Weinfest 2022 geplatzt

Finanzielle Nöte und personelle Engpässe zwingen die Veranstalter des Bereichsweinfests Kaiserstuhl+Tuniberg in Breisach zur Absage

Das Bereichsweinfest Kaiserstuhl und Tuniberg, das die Werbegemeinschaft der Kaiserstühler Winzergenossenschaften – die Kaiserstühler Wein-Marketing GmbH (KWM) - vom 26. bis 29. August in Breisach veranstaltet wollte, kann nicht stattfinden. Grund dafür ist, dass zahlreiche bisher Mitwirkende wegen personeller Engpässe und steigender Rohstoff- und Energiekosten ihre Teilnahme abgesagt haben. Mangels Personal haben sich hauptsächlich die Gastronomen zurückgezogen, ohne die ein ausreichendes Speisenangebot im Weindorf jedoch nicht mehr gewährleistet ist. Fehlende Standgelder und eine generelle Kostensteigerung von bis zu 20 Prozent macht die Finanzierung des Fests unmöglich. „Wir haben den Rotstift angesetzt, aber auch massive Sparmaßnahmen können das enorme Defizit nicht ausgleichen“, erklärt Petra Littner, als Geschäftsführerin der KWM für die Organisation des Weinfests verantwortlich. Bereits Anfang des Jahres und im Laufe vieler Vorgespräche habe sich abgezeichnet, dass die Ausrichtung nach der Coronakrise schwierig würde. Nach jüngsten Absagen wichtiger Dienstleister und weiterer Partner sei nun die Schwelle der Machbarkeit unterschritten.

Der Sprecher der Kaiserstühler Winzergenossenschaften, Jonathan Schäfer, ergänzt, dass auch die Betriebe mit Personalengpässen zu kämpfen hätten. Zudem sei beim Aufbau der Holzlauben nach zwei Jahren Einlagerung mit vielen Reparaturen und hohen Kosten zu rechnen. „Unverhältnismäßige Ausgaben können wir gegenüber unseren Winzerinnen und Winzern nicht vertreten“, erklärt er.

Breisachs Bürgermeister Oliver Rein, der sich für die Durchführung des Bereichsweinfests in der bekannten Form eingesetzt hatte, zeigt angesichts der prekären Lage Verständnis für die Entscheidung: „Wenn die Kosten davon galoppieren, die Corona-Nachwirkungen vielen Partnern wirtschaftlich und personell zusetzen, Mitwirkende fehlen und keine Lösung in Sicht ist, dann muss man die Konsequenz akzeptieren.“ Für 2023 hofft Rein auf eine Perspektive: „An einem Neustart des Weinfestes muss jetzt schon gearbeitet, damit 2023 wieder erfolgreich gefeiert werden kann.“